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Die Fachschrift von Xenophon über die „Reitkunst“ hat an Bedeutung nichts verloren. Im Gegenteil: In der Diskussion um den angemessenen Umgang mit dem Pferd und den richtigen Weg des klassischen Dressurreitens wird sie heute zunehmend interessanter.
Das Buch besteht aus drei Hauptteilen, einem Anhang und einem Register:
Hauptteil A Einführung
Kapitel 1: Der Lebensweg von Xenophon. Schwerpunktmäßig wird auf seine überragende Erfahrung im Umgang mit Pferden und dem Reiten eingegangen.
Kapital 2: Xenophons Ausbildungsgrundsätze und Dressurmethoden. Hier zeigt Dr. Widdra detailliert, worin die besondere Leistung Xenophons besteht und inwiefern es sich lohnt, die Reitkunst auch heute noch genau zu studieren und ihre Ratschläge sorgsam zu beachten.
Kapitel 3: Vergleich des Exterieur-Kapitels Xenophons mit den entsprechenden Gedanken seines Vorgängers Simon. Der Vergleich zeigt: Xenophons Darstellung zeichnet sich durch seinen Blick für die organische Ganzheit des Pferdes aus.
Kapitel 4: Übersicht über Aufbau und Gliederung der „Reitkunst“.
Es folgt ein Kapitel über die handschriftliche Überlieferung des Textes von Xenophon und eine Untersuchung über den „Stammbaum“ der einzelnen Handschriften und deren Quellenwert.
Eine sehr umfangreiche Bibliographie informiert über Ausgaben und Übersetzungen vom 16. bis zum 21. Jhdt. n. Chr. und über Sekundärliteratur zu Autor, Archäologie, Geschichte der Pferdehaltung und zur Reitkunst.
Hauptteil B Text der Reitkunst
Das Original (in einer kritischen Ausgabe) und seine Übersetzung (dem griechischen Text seitenweise gegenübergestellt).
Hauptteil C Fortlaufender Kommentar
Der Kommentar versucht, Xenophons Beobachtungen, Überlegungen und Empfehlungen auch dem Laien verständlich zu machen. Dazu werden dem Text zahlreiche Fotografien und Zeichnungen beigefügt. Ziel des Kommentars ist es, dass der Leser mit seiner Hilfe zu klarer Vorstellung und eigener Urteilsbildung kommen kann. Es werden ihm veterinärmedizinische Informationen gegeben und moderne philologische, historische, archäologische und vor allem hippologische Fachliteratur nahe gebracht. Für den Kommentar wurde eine Form gewählt, die einen leicht lesbaren Haupttext bietet. Textbelege und vertiefende, teilweise Probleme diskutierende Passagen wurden in Fußnoten verbannt. So hat der Leser die Chance, sich schnell zu orientieren, aber überall dort, wo er es möchte, dem Autor auch in die Tiefe zu folgen.
Der Anhang enthält den schon erwähnten Text von Xenophons Vorgänger Simon: „Aussehen und Auswahl der Pferde“ in einer zweisprachigen Ausgabe.
Das Register erschließt mit Hilfe von Stichworten alle Teile der Reitkunst.
Die 1. Auflage des Akademie-Verlages von 1965 richtete sich vornehmlich an Klassische Philologen. Althistoriker und einige wenige altsprachlich geschulte Pferdefreunde. Die völlig überarbeitete Neuauflage von Dr. Widdra soll vor allem auch den Reitern den Zugang zu dem Werk öffnen, das auch heute noch immer wieder als Quelle all unserer Reitkunst in Anspruch genommen wird.
Details:
- Titel: Reitkunst Xenophon
- Autor: Dr. Klaus Widdra
- Überarbeitete Neuauflage
- Gebundene Ausgabe, 180 Seiten
- Größe: 25,6 x 19,2 x 2,0 cm
- ISBN 978-3-930953-28-8